Wahrnehmung:
Gerade an den Schnittstellen unseres Schulsystems (4. /5. und 8./9. Schulstufe) werden unterschiedliche Auffassungen von Kenntnis und Fähigkeit deutlich. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass gerade an diesen Entwicklungsstufen BILDUNGSSTANDARDS definiert werden. Die Kritik, SchülerInnen säßen in den falschen Institutionen ist nur dadurch begründbar, dass es keine Diagnoseverfahren gibt, die Auskunft über den tatsächlichen Wissens- und Erkenntnisstand der SchülerInnen geben können.
Die Differenzierung in Schulfächern, wie sie in der Mittel- und Oberstufe vorgesehen sind, macht es schwierig, das Leistungsniveau z.B. in den naturwissenschaftlichen Bereichen festzustellen. Oft werden die Ziffernnoten herangezogen und auf Grund fehlender Zusatzinformation nicht selten falsch interpretiert.
Für die Entscheidung, welche der weiterführenden Schulen angestrebt werden sollen (AHS/HS/KMS oder HTL/ oder andere BMS - BHS) stehen kaum Diagnosewerkzeuge zur Verfügung. LehrerInnen der ersten Klasseen der Abnehmer-Schulen sind oft verwundert, welche Vorkenntnisse die SchülerInnen für die entsprechende Ausbildung mitbringen.
Ziel des Projekts:
In der Abschlussklasse der Grundstufe 2 (4. Klasse VS) und Sekundarstufe 1 (4. Klasse der AHS/HS/KMS) soll das Wissen in den naturwissenschaftlichen Bereichen Mathematik, Sachunterricht, Physik, Chemie - der in den Lehrplänen enthaltenen Lernzielen themenzentriert und fächerübergreifend dargestellt und überprüft werden.
Gleichzeitig sollen das Interesse an der Auseinandersetzung und der Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Lernobjekten angeregt werden, sowie Begabungen in diesen Bereichen aufgefunden werden können.
Für die ersten Klassen der weiterführenden Schulen bietet dieses Projekt eine Diagnosemöglichkeit, inwieweit die SchülerInnen für die Bearbeitung der anstehenden Themen in den exemplarisch behandelten Lernbereichen ein ähnliches Kompetenzniveau mitbringen (erreichen).
Rahmen Zugänge:
Den äußeren Rahmen für die Behandlung und die Beschäftigung mit den einzelnen naturwissenschaftlichen Lernbereichen (Energie, Wasser, Bewegung, Optik) stellt ein Haus dar, in dessen unterschiedlichen Räumen einzelne Lernobjekte den Zugang zu naturwissenschaftlichen Lerninhalten bieten.
Der Zugang zu den Lernobjekten für die beiden Schnittstellen erfolgt über unterschiedliche Passwörter (Schlüssel).
a) Schlüssel für die Schnittstelle 4/5
b) Schlüssel für die Schnittstelle 8/9
Die LehrerInnen haben einen Universalzugang zu allen Räumen und zum Wohnzimmer mit der Informationsbibliothek.
Differenzierung:
Einen wesentlichen Aspekt stellt die Differenzierung dar. Aufgaben in verschiedener Komplexität ermöglichen die Beschäftigung mit dem Thema in unterschiedlichen Schwierigkeitsniveaus.
Beim Verlasen des Raumes besteht die Möglichkeit, einen Test zu absolvieren. Die Ergebnisse werden hinsichtlich der benötigten Zeit und der Qualität der Antworten gemessen. Die Rückmeldung gibt Hinweis, inwieweit naturwissenschaftliche Kompetenz erworben wurde.
Absicht des Projekts:
Auf Grund der dargestellten Lehrplaninhalte kann davon ausgegangen werden, dass die SchülerInnen nach Absolvierung der jeweiligen Schulart die exemplarisch aufgelisteten Lernziele erreicht haben und die weiterführende Schule darauf aufbauen kann. Genau dies zu beleuchten mögliche Defizite aufzuspüren und dadurch Möglichkeiten zu bieten, gerade in entsprechendem Bereich Nachbesserungen durch intensivere Beschäftigung mit den einzelnen Themen zu bieten, ist Ziel dieses Projekts, das gleichzeitig zur Erreichung des Zieles die Vorteile der E-Learningmethoden nutzt.
Zielgruppe:
Schülerinnen und Schüler der 4. Kl. VS, der 4. Kl. HS sowie der 1. Kl. BHS
Lehrer und Lehrerinnen an VS, HS, BHS
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